1.7 Drupal und Ihre Ideen

Drupal ist also eine Art Baukasten, mit dem Sie, wenn es einmal auf einem Server installiert ist, Ihre Website erstellen und pflegen können.

Was Sie mit Drupal anstellen, ist Ihre Sache. Wie Sie es anstellen, ist allerdings einheitlich. Sie starten mit einem relativ einfachen Gerüst, das Sie nach und nach erweitern und verändern können.

Dabei sind Sie nicht auf einen bestimmten Arbeitsplatz angewiesen, sondern können Ihr Drupal-System von jedem Webbrowser dieser Welt aus administrieren und pflegen.

1.7.1 Das reale Dorf

Lassen Sie uns das Drupal-Projekt mit etwas Bekanntem vergleichen. Stellen Sie sich einen schönen französischen Marktplatz mit einem Brunnen in der Mitte vor. Eingerahmt von typischen Häusern, voller Marktstände und mit vielen Menschen.

Wenn Sie hier das erste Mal auftauchen, sind Sie vorsichtig, schauen sich um und entdecken den Marktplatz. Sie lernen jemanden kennen, merken sich die Wege und bekommen ein Gefühl für den Ort. Nachdem Sie 10-mal dort eingekauft haben, halten Sie ein Schwätzchen mit der Kartoffelverkäuferin, probieren mal eine Aprikose beim Obsthändler und setzen sich in ein Café, um das Treiben zu beobachten und mit Bekannten zu sprechen.

Der Marktplatz hat alles, was Sie zum Leben brauchen: Freunde, Geschäftskontakte, Nahrung, Konsum, Bilder, Geschichten, Gerüche, Geschmäcke, ...

1.7.2 Das virtuelle Dorf

Mit Drupal können Sie so eine Umgebung virtuell realisieren (die Gerüche und Geschmäcke zugegebenermaßen nicht). Sie können zuerst mit einem kleinen Stand anfangen. Dann können Sie weiter anbauen. Vielleicht noch ein Café oder eine gemütliche Bank zum Sitzen, einen Bereich zum Arbeiten und einen ganz privaten, den Sie nur guten Freunden zeigen.

Egal für welche Aufteilung Sie sich entscheiden ... Sie müssen Ihren Ort möblieren, mit einer schönen Dekoration versehen, für Besucher einladend gestalten und natürlich auch regelmäßig sauber machen. Die vielen Gäste hinterlassen Spuren, die nicht immer erwünscht sind.

Damit Besucher Ihren Markt auch finden, brauchen Sie eine Adresse, unter der er gefunden werden kann. Diese Adresse muss möglichst vielen Menschen bekannt sein. Da es im Internet kein Einwohnermeldeamt gibt, müssen Sie sich selbst um das Thema „Wie werde ich gefunden?“ kümmern.

Vielleicht mögen Sie ja solche Märkte gar nicht und bevorzugen eher Messen und Ausstellungen. Vielleicht wollen Sie sich über diese Dinge auch gar keine Gedanken machen und lieber eine Agentur engagieren, die das alles für Sie organisiert.

Wenn Sie die letzten Sätze über einen Ort wie diesen Markt auf Ihre Website beziehen, so merken Sie schon, dass es wichtig ist zu wissen, was Sie wollen, wer Sie sind und wie Sie Ihrer Umwelt erscheinen wollen.

Man kann nicht nicht kommunizieren! Man kann aber schnell falsch verstanden werden.

Also planen Sie Ihren virtuellen Auftritt im Internet genau. Denken Sie über die Texte und über die Farbgestaltungen nach, über mögliche interaktive Elemente wie einen Kalender oder ein Forum und natürlich einen Bereich, den nur registrierte Benutzer sehen dürfen.

Denken Sie an Benutzerführungen, die Benutzer führen und nicht bevormunden, und schauen Sie sich mal um, wie andere es machen.

Reden Sie mit den Menschen, die Sie mit Ihrer Website ansprechen wollen, und investieren Sie viel Liebe und Zeit in diese Dinge. Ihre Besucher werden es merken und zu schätzen wissen. Wenn Sie Ihre Website in diesem Sinne pflegen, wird sie bald ein Platz werden, an dem sich Menschen wohl fühlen.

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